Cannabidiol (CBD) bei ADHS

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Bei Kindern nennen sie ihn den Klassenclown und Erwachsene werden oft gemieden, weil sie zu anstrengend für ihr Umfeld sind. Bis heute ist die Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit Störung bei Kindern und Erwachsenen sehr anspruchsvoll und komplex. Die Schulmedizin hat noch keinen wirklichen bewiesenen Zusammenhang der Symptomatik mit den körperlichen Vorgängen erkennen und somit auch noch kein Heilmittel für die ADHS entwickeln dürfen. Mehr als 3,3 Millionen Menschen in Europa sind von der Krankheit betroffen. In der Regel haben die klassischen Medikamente oft massive Nebenwirkungen wie Schlafprobleme, Angstzustände, Aggressionen und Suizidgedanken, die vor allem Eltern der betroffenen Kinder vor eine schwere Entscheidung stellen. Daher ist CBD seit langer Zeit die große Hoffnung vieler Betroffener.

Wie kann CBD bei Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS) unterstützen?

Es ist jedoch mittlerweile bekannt, dass ADHS eine Erkrankung der Botenstoffe im Gehirn beschreibt. Die Ursache der Aufmerksamkeitsstörung ist eine nicht ausreichende Versorgung spezieller Hirnareale, in denen zum Teil wichtigen Botenstoffen wie zum Beispiel Dopamin, Serotonin und Noradrenalin an ihre Rezeptoren andocken sollten. Durch den Mangel an den oben genannten Botenstoffen können Betroffene die wahrgenommenen Reize nicht mehr ausreichend Filtern und haben somit eine dauerhafte Reizüberflutung auf das zentrale Nervensystem. Die Folge ist eine drastisch verschlechterte Konzentrationsfähigkeit auf eine Aufgabe und die damit verbundenen Folgen wie möglicherweise Angstzustände und diverse körperliche Erschöpfungserscheinungen.

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Die Wirkung von CBD auf das Hormonsystem

Da CBD auf das menschliche Hormonsystem und den Stoffwechsel von Neurotransmittern wirkt liegt die Überlegung nahe, dass das Cannabinoid unterstützend bei der Behandlung von ADHS angewendet werde kann.

Bisherige Untersuchungen bestätigen die Vermutung, dass die Entstehung von Aufmerksamkeitsstörungen mit dem Endocannabinoiden System zusammenhängen können. Die zunächst durchgeführten Studien zeigten einige Fallberichte, in denen bewiesen werden konnte, dass THC in jedem Fall die Aufmerksamkeit von betroffenen Kindern und das damit verbundene Wohlbefinden steigern kann. In weiteren Studien konnte auch die besondere Wirkung des extrahierten und nicht psychoaktiven CBD auf die Serotonin und Dopaminausschüttung erkannt und somit bei der unterstützenden Behandlung von ADHS in Betracht gezogen.

Um das im Körper entstandene Ungleichgewicht der Hormone wieder in einen geradewegs vernünftiges Verhältnis zu bringen erscheint die Anwendung von CBD als durchaus erwägenswert da CBD Extrakte auf das zentrale Nervensystem des Körper einwirken und somit die Ausschüttung der fehlenden Neurotransmitter unterstützen und regulieren können. Die Wirkung von CBD setzt auch in diese Fall wieder an der Stelle des Körpersystems an, an der die Dysbalance der Hormone entstanden ist.

Dadurch gelingt dem zentralen Nervensystem die Filterung von Wahrnehmungen und Aufnahme von Reizen wesentlich stressfreier und regulierter als im anfänglichen Chaos der Hormone und Botenstoffe. Des Weiteren kommt es zu einer Reduzierung der Unruhe und entsprechender Angstzustände aufgrund der noch zu hohen Reizüberflutung. Dadurch, dass der pflanzliche Wirkstoff an den dafür notwendigen Rezeptoren im gesamten Körper andocken kann, besitzt es die einzigartige Fähigkeit, ein breites Spektrum an Symptomen zu lindern.

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Die Kombination aus CBD mit alternativen Heilmethoden

Auch wenn noch keine anerkannten Studienergebnisse vorliegen, besteht also die berechtigte Hoffnung, dass eine Verbesserung der Hauptsymptome des ADHS mithilfe von CBD möglich ist. In jedem Fall sollte man auch weitere alternative Behandlungswege in Betracht ziehen, die vor allem auf die psychische und seelische Ebene des Betroffenen ausgerichtet sind. Entsprechende Themen wie Achtsamkeit, Fokussierung und Meditation sind für ADHS Betroffene möglicherweise, in Kombination mit CBD, ein Weg in die richtige Richtung. Durch eine Reduzierung der Unruhe und Ängste wird dementsprechend eine bessere Konzentration möglich sein. Infolgedessen werden sich auch viele Folgesymptome abschwächen, die nur aus der mangelnden Konzentration heraus entstehen.

Doch gerade bei ADHS sollte man CBD, vor allem bei Kindern, immer nur begleitend zu einer konventionellen Therapie anwenden, da die Belastung der Symptome oft massiv sind und ein normales Leben im Alltag oft deutlich erschweren. Des Weiteren sei auch zu erwähnen, dass alle bisherigen Studien ausschließlich mit Erwachsenen Teilnehmern durchgeführt wurden und CBD aufgrund rechtlicher Bestimmungen nicht für Kindern empfohlen werden darf.

Die unterstützende Wirkung von CBD bei ADHS und seinen Folgesymptomen

Folgende positive Eigenschaften werden bei der begleitenden Behandlung von ADHS förderlich sein:

  • Angstlösende und beruhigende Wirkung
  • Lindernde Eigenschaften bei Herzrasen
  • Regulierung des Hormonhaushaltes von Serotonin, Cortisol, Dopamin und Noradrenalin
  • Erleichterung des Schlafverhaltens
  • Neuroprotektive, d.h. zellschützende, und somit regenerative Eigenschaft

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Die Einnahme von CBD bei Aufmerksamkeitsstörungen

Auch in diesem Fall dürfen aufgrund entsprechender gesetzlicher Richtlinien keine konkreten Dosierungsempfehlungen ausgesprochen werden. Jeder Körper reagiert individuell auf die Einnahme von Cannabinoiden und sollte daher genauestens in seinen Reaktionen über die ersten zwei Wochen beobachtet werden. Hier allerdings einen Anhaltspunkt aus allgemeiner Erfahrung: Empfohlen wird die orale Einnahme mit anfänglich 2 x 4 Tropfen täglich oder auch 2 x 25 mg. Für Jugendliche wird im Regelfall ein niedrigerer Wert bemessen. Falls einem Kind das CBD Öl verabreicht werden sollte, wird lediglich 1 Tropfen empfohlen, da der kindliche Körper mitunter deutlich empfindlicher auf die Verabreichung von CBD reagiert. Dementsprechend können Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Insgesamt kann die entspannende und beruhigende Wirkeigenschaft des CBD eine empfehlenswerte Ergänzung zu der bestehenden Therapie sein. Es besteht zudem keine Wechselwirkung von CBD zu Ritalin. Dennoch ist zu beachten, das das nicht psychoaktive CBD vor allem bei ADHS nicht als alleiniges Heilmittel angesehen werden darf. Es dient ausschließlich dazu, die bestehende Symptomatik auf natürliche Art und Weise zu lindern.

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